Hm, ums aufn Punkt zu bringen, meine Beziehung ist zuende. Es hielt erstaunliche 7 Monate und 11 Tage. Die Zeit war schön, wir hatten Höhen und Tiefen, ja. Aber insgesamt wollte ich die Zeit nicht missen müssen.
Dennoch rumoren seltsame Gefühl in mir. Ich bin es gewohnt, in solchen Momenten in denen alles zu viel wird, direkt ausm Stehgreif suizidale Gedanken zu haben, seltsamerweiße fühl ich mich nicht danach. Das ist ihr Verdienst. Es war etwa nachts um 2 Uhr mitten in Plankstadt. Ich wurde gefragt ob mir was fehlt im Leben, ein Gefühl, dass ich nicht erfahren hatte. Heute, etwa 7 Monate danach, weiß ich was mir fehlt. Das Gefühl, dass man um micht trauert. Um mich, als Mensch, der das Leben eines Anderen verlassen hat. Es ist etwas, was nebst meinem Ego auch meinen Glauben an Beziehungen stärken würde - glaube ich jedenfalls.
Es fühlt sich leer und bedeutungslos an. Was genau? Alles eigentlich. Und es kommt alles zusammen: Beziehung zuende, Semester geht los, nebendran noch die eigentlich beste Freundin eigentlich verloren, sonst von den restlichen Freunden auch nicht behandelt, wie ichs mir gewünscht hätte. Keine Ahnung, vielleicht hab ich andere Vorstellungen von Freundschaft. Ich hab wenig Freunde in meinem Leben, eigentlich genau 2, wobei ich mir nicht sicher bin. Der Rest sind (flüchtige) Bekannte. Aber das ist auch ok so, ich könnte mehr Freunde in meinem Leben nicht handeln, weil Freunde für mich bedeuten, dass ich für sie da bin, wenn sie mich brauchen. Es ist wohlbekannt, dass ich einerseits meine Beziehung aufgegeben habe, andererseits darüber nicht sonderlich glücklich bin. Ich würde also behaupten, es ist ersichtlich, dass ich zurzeit jemand bräuchte mit dem ich reden könnte. Täglich, minütlich, stündlich. Dann wenn ich es eben brauche. Das muss ich doch erwarten können, von einem Freund? Es geht hier um Ausnahmefälle, ich will keine ständige Bereitschaft wenn ichn schlechten Schiss hatte, aber vielleicht wenn mein Leben vor mir davon schwimmt. (epischer Satz, aye?) Davon abgesehen, biete ich genau das meinen Freunden, deshalb bin ich froh darum gewesen, dass es nur 2 Stück waren.
Doch zurück zu meinem eigentlichen Gefühl. Es lässt mich, mich wertlos fühlen. Innerhalb der Beziehung ist alles knorke und so. Doch sobald es in die Brüche geht, fühl ich mich wie Scheiße, nicht wegen der verlorenen Beziehung - das auch - aber auch wenn ich dann das Gefühl hab, ich bin der Einzige dem es scheiße geht. Wenn ich derjenige bin, der verlassen worden ist, ok, selbst dann eigentlich ein Unding, weil es mich die Gefühl des anderen zu mir und der Beziehung hinterfragen lässt. Aber herrgott, wenn ich derjenige bin der verlässt, stehe ich jetzt hier mit dem Gefühl, ich bin der Einzige der um die Zeit, die Momente, die Beziehung trauert. Ein Riesengefühl, kaum nach einem Riesenball aus Scheiße. Allgemein finde ich die Rolle sehr merkwürdig, ich sollte derjenige sein, der oben auf ist etc, schließlich war das alles mein Entschluss. Doch sie hüpft durch die Weltgeschichte und feiert ihr Leben, ja wow, i can barely see how much you enjoyed our relationship, ein weiteres Riee~sending. In Kombination, dass ich nichtmal zurückblicken kann und mir das Gefühl in Erinnerung rufen kann, macht das richtig Laune. Aber naja, hey, dann nehm ich mir halt ne Auszeit, und bin erstmal fürn paar Tage traurig... ... aso, ja ab morgen geht mein Semester weiter und nebenher arbeite ich mehrmals die Woche. Ja, sollte ich es ein Riesending nennen? Ich glaub das geht schon... ein Riesending.
Blöderweiße lässt mich das Zerwürfnis mit der besten Freundin, soviel über mich selbst hinterfragen, was mir jeglichen Standpunkt derzeit nimmt in... egal welchem Thema. Wow, darüber nachzudenken macht mich irgendwie nicht depressiv. Hm, vielleicht setzt Depression vorraus, dass man eine Funken Hoffnung auf Veränderung hat. Bei mir dürfte es mehr Resignation sein, ja das heißt Aufgeben, Zurückziehen, sich mit Gegebenheiten abfinden. Ich meine, lass(t) mich zusammenfassen:
- Beziehung kaputt
- beste Freundin sogut wie weg
- bei sonstigen Freunden verunsichert
- Semester geht in ungefähr 20 Stunden los
- nebenher arbeiten
- kein Gefühl, dass um mich getrauert wird
- nicht mal suizidale Gedanken
Ja, super. Das klingt nach jeder Menge Spaß. Und....well.... keine Ahnung, in Anbetracht dessen was vor mir steht, möchte ich eigentlich aufgeben, irgendwie in mir drin weiß ich aber, dass ichs längst getan hab. Aufgegeben im Sinne von "sei nicht depressiv, es ist so, wird so bleiben, arrangier dich damit". Such impressive Scheiße.
1 Kommentar:
ja manchmal ist die welt ein einziger scheisshaufen
ich glaube das mit der besten freundin haut einen fast mehr um,als das beziehungsende
aber reden ist gut,das hilft hundertprozentig immer
ich bin da,wenn du reden willst
M
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